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Nr. 5270122

IHK-Digitalisierungsberatung

Mitgliedsunternehmen der IHK-Südlicher Oberrhein erhalten kostenfreie Einstiegs- und Anschlussberatungen rund um das Themenfeld der Digitalisierung. Wir möchten Sie mit unserem Wissen unterstützen, damit die Digitalisierung einen bestmöglichen Mehrwert für Ihr Unternehmen bietet. Und das ist nur eines von vielen Angeboten, das Sie bereits mit Ihrem Mitgliedsbeitrag bezahlt haben. Also nutzen Sie unsere Expertise.

Mehrwerte

Unsere Aufgabe ist es, Sie bei digitalen Vorhaben qualifiziert zu beraten oder Ihnen neue Impulse zu zeigen, die Ihr Geschäftsleben fördern. Dabei maßen wir uns bzw. maßen sich unsere Berater nicht an, Ihnen zu sagen, was Sie tun müss(t)en.
Uns geht es darum, Sie und Ihr Geschäftsmodell zu verstehen. Was sind Ihre Visionen, wie oder wohin wollen Sie sich mit Digitalisierung entwickeln? Welche akuten Prozessprobleme wollen Sie lösen? Oder gibt es Geschäftsideen, die ein digitales Geschäftsmodell erfordern und Sie suchen einen neutralen Sparringspartner?
Das Spektrum ist breit. Deshalb bieten wir unterschiedliche Varianten der Beratung und Unterstützung an.

Persönliche Beratung / Einstiegsberatung

Nach dem Leitbild “Digitalisierung ist kein Produkt, sondern ein Konzept” stehen Ihnen Ansprechpartner für persönliche und individuelle Beratungen zur Verfügung.
Wenn Sie eine Initialberatung und bspw. einen Überblick für mögliche Themenschwerpunkte innerhalb Ihres Unternehmens wünschen, stehen Ihnen alle unsere Experten zur Verfügung. Wir haben bei der Auswahl der Referenten sowohl auf ein spezialisiertes als auch auf ein generalistisches, ökonomisches Fachwissen Wert gelegt.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf
  • produktionstechnischen und administrativen Tätigkeiten bzw. Prozessen
  • dem Erkennen von Optimierungspotenzialen
  • IT-Knowhow
  • Analysefähigkeiten
  • methodischen Kenntnissen für Unternehmensentwicklungen

Was Sie erwarten dürfen

Die Beratung im Allgemeinen ist sehr individuell und abhängig von Ihren Vorstellungen, was Sie suchen, worin Sie oder die Mitarbeitenden in Ihrem Unternehmen unterstützt werden soll(t)en. Daher bieten wir unterschiedliche Vorgehensweisen an.
Vorortbesuch mit strukturiertem Ablaufvorschlag
  • Kennenlernen und gegenseitiges Vorstellen
  • ggf. Betriebsrundgang
  • Austausch über Vorhaben, Wünsche, Planungen, Probleme und Ziele
  • Evaluierung der Digitalisierungspotenziale, -bedarfe und -planungen
    Hinweis: Digitalisierungspotenziale werden auch auf Digitalisierungsvoraussetzungen geprüft
  • Identifikation von Stärken und möglichen Schwächen
  • Vorstellung konkreter Unterstützungsangebote
    (z.B. Fördermittel, Qualifizierungs- und Schulungsmöglichkeiten, Vernetzungen etc.)
  • Aufstellung der Möglichkeiten und Hindernisse zur Konkretisierung denkbarer Projektthemen
  • Ermittlung potenzieller Transferpartner
Der Zeitaufwand kann erfahrungsgemäß und abhängig der Teilnehmerzahl zwischen einer und drei Stunden liegen.
Nach einem Termin erhalten Sie ein individuelles Protokoll mit Anregungen zu den besprochenen Themen.
Für eine Terminvereinbarung oder ein erstes Vorgespräch stehen Ihnen die Ansprechpartner auf der rechten Seite zur Verfügung (auf mobilen Endgeräten am Ende der Seite).
Gerne unterstützen wir Sie auch virtuell per Videotelefonie.

Online-Unterstützungen: 24/7/365

Eins ist uns besonders wichtig: Digitalisierung verständlich machen.
Impulse
Die Themenwelt der Digitalisierung ist unerschöpflich und entwickelt sich täglich weiter. Um der gesamten Thematik Orientierung zu verleihen, steht Ihnen das impulsnetzwerk.ihk.de zu Verfügung. Hier bündeln wir die vielen Digitalisierungsthemen für Sie. Schauen Sie sich doch einfach mal um.
Verstehen
Unter der Rubrik endlich verständlich, bieten wir eine Wissensvermittlung durch Beiträge an, die wir unter der selbstauferlegten Vorschrift „Warum muss ich immer googlen, wenn ich mit dir rede?“ abliefern.
Warum wir das machen?
Die Sprache der Digitalisierung ist nicht standardisiert und voll von Fachbegriffen, Abkürzungen und Wortschöpfungen, die nicht selten das gleiche bedeuten. Wir arbeiten daran, einen Überblick in verständlicher Sprache zu verschaffen.

Sie finden aber auch Fachbeiträge von Experten aus Ihren Reihen, die wir gebeten haben, ihre Sicht der Dinge in einem verständlichen Format zu erklären.
Digitalisierung fängt damit an, dass die Sprache der Digitalisierung von möglichst vielen Beteiligten verstanden wird. Die Sprache lernen bedeutet nicht, Fachbegriffe auswendig zu lernen, sondern die individuellen Mehrwerte für das eigene Unternehmen oder für die eigene Entwicklung hinter Begrifflichkeiten zu erkennen. Auch hierfür arbeiten wir an einer Serie, die Sie oder Menschen aus Ihrem Projektumfeld ansprechen soll, um die Möglichkeiten von Trends besser zu verstehen.
Förderprogramme
Der Bund und das Land Baden-Württemberg stellen Fördermittel für unterschiedliche Vorhaben, so auch für Digitalisierung und Innovationen zur Verfügung. Doch der Dschungel an Fördermittelprogrammen ist groß und undurchsichtig, das Ausfüllen der Anträge wirkt auf den ersten Blick oft recht aufwendig und kompliziert.
Wir wollen Sie dabei unterstützen, das richtige Programm zu finden und so zu nutzen, dass Ihr Unternehmen einen Zuschuss erhält. Informationen und die Ansprechpartner für die verschiedenen Programme finden Sie hier.
Technologietransfer
Entwicklungen benötigen Know-How. In vielen Fällen ist dies im Unternehmen vorhanden, manchmal benötigt es auch externer Expertise. Mit einem großen Netzwerk zu Forschungseinrichtungen und Unternehmen können wir Unternehmen dabei unterstützen, den richtigen Partner für eine Entwicklung zu finden. Gerne moderieren wir Gespräche zwischen potentiellen Kooperationspartnern.

Veranstaltungen, Netzwerken und Online-Akademie

Alle unsere Angebote finden Sie unter Veranstaltungen des Impulsnetzwerks.
Im Rahmen unseres Auftrags – der Initiative, den Südlichen Oberrhein in Sachen Digitalisierung zu stärken – bieten wir regelmäßig Informations- und Qualifizierungsangebote an.
Unsere Veranstaltungen finden in der Regel in unseren Kammerstandorten statt und dienen Teilnehmenden dazu, Informationen zu erhalten und mit anderen Teilnehmenden zu netzwerken.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Es ist unmöglich, jedes Digitalisierungsthema in profunder Tiefe anzubieten. Wir prüfen regelmäßig, unser Portfolio in Ihrem Interesse zu erweitern und zu verbessern. Wir arbeiten bei der Auswahl von Themenangeboten und deren Aufarbeitung sehr methodisch, doch sind die wichtigsten Auftraggeber unsere Mitgliedsunternehmen.
Wenn Sie Anregungen, Lob oder Kritik äußern möchten, schreiben Sie eine E-Mail an emmanuel.beule@freiburg.ihk.de.

(Stand 5.2.2025, Emmanuel Beule)

Europas Digitale Dekade: Ziele bis 2030

Die Europäische Kommission hat am 9.3. unter dem Titel „Digitaler Kompass 2030 - Der europäische Weg für die digitale Dekade“ ein Strategiepapier für den Digitalen Wandel Europas bis 2030 vorgelegt. Die Ziele drehen sich um vier Kernfelder: Digitalkompetenzen & IKT-Fachkräfte, digitale Infrastrukturen, digitaler Umbau der Unternehmen sowie die Digitalisierung öffentlicher Dienste. Jedes der vier Kernfelder ist mit quantitativen Vorgaben versehen.
Mit dem Strategiepapier verfolgt die EU das Ziel, digital souverän zu sein. Nach den Plänen der Kommission sollen Personen und Unternehmen ihre technologischen Fähigkeiten so ausbauen und einsetzen können, dass das Potenzial der digitalen Transformation voll ausgeschöpft werden kann. Um die Digitalziele konkret umzusetzen, schlägt die Kommission einen „digitalen Kompass“ vor. In Form eines Ampel-Monitoringsystems sollen Erfolge und Defizite sowie das Tempo der Transformation entlang der vier Kernfelder verfolgt werden. Konkret beinhaltet der Kompass folgende quantitativen Ziele:

Digitalkompetenzen und IKT-Fachkräfte

Bis 2030 sollen in der EU 20 Millionen IKT-Fachkräfte beschäftigt sein (Basisjahr 2019: 7,8 Millionen), wobei eine Annäherung zwischen Frauen und Männern stattfinden soll. Mindestens 80 Prozent der Bevölkerung sollten über Digitale Grundkompetenzen verfügen.

Sichere und Nachhaltige digitale Infrastruktur

Alle europäischen Haushalte sollen mit einem Gigabit-Netz und alle besiedelten Gebiete mit 5G abgedeckt sein (Ausgangslage: Gigabit-Abdeckung in 2020: 59 Prozent, 5G-Abdeckung in besiedelten Gebieten im Basisjahr 2021: 14 Prozent). Die Produktion von hochmodernen und nachhaltigen Halbleitern in Europa, einschließlich Prozessoren, soll wertmäßig mindestens 20 Prozent der Weltproduktion betragen (Basisjahr 2020: 10 Prozent). Es sollen EU-weit 10.000 klimaneutrale, hochsichere Edge-Knoten bereitgestellt werden, die so verteilt sind, dass der Zugang zu Datendiensten mit geringer Latenz (wenige Millisekunden) gewährleistet ist, wo immer sich Unternehmen befinden (Basisjahr 2020: 0). Bis 2025 soll Europa seinen ersten Computer mit Quantenbeschleunigung haben, der den Weg dafür ebnet, dass Europa bis 2030 an der Spitze der Quantenfähigkeiten steht. (Basisjahr 2020: 0).

Digitale Transformation

Bis 2030 sollen 75% der europäischen Unternehmen Cloud-Computing-Dienste (Basisjahr 2020: 26 Prozent), Big Data (Basisjahr 2020: 14 Prozent) und Künstliche Intelligenz (KI) (Basisjahr 2020: 25 Prozent) nutzen. Über 90 Prozent der europäischen KMUs sollen zumindest einen grundlegenden Grad an digitaler Intensität erreicht haben (Basisjahr 2019: 60,6 Prozent). Europa wird die Pipeline seiner innovativen Scale-ups vergrößern und deren Zugang zu Finanzmitteln verbessern, was zu einer Verdoppelung der Zahl der Einhörner führen wird (2021 Baseline: 122).

Digitalisierung öffentlicher Dienste

Bis 2030 sollen alle wichtigen öffentlichen Dienste online verfügbar sein. Alle Bürgerinnen und Bürger werden Zugang zu ihren elektronischen Patientenakten haben und 80 Prozent von ihnen sollten eine eID-Lösung nutzen.
Für die Umsetzung will die Kommission die rasche Einleitung von Mehrländerprojekten erleichtern, bei denen unter anderem Gelder aus dem Corona-Aufbauprogramm und EU-Förderprogrammen eingesetzt werden sollen. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, mindestens 20 % der Ausgaben in ihren Aufbau- und Resilienzplänen für die digitale Priorität vorzusehen. Zu möglichen Mehrländerprojekten zählen eine europaweit vernetzte Datenverarbeitungsinfrastruktur oder vernetzte öffentliche Verwaltungen.

Vollständige Pressemeldung

Die vollständige Mitteilung auf Englisch finden Sie hier.
Zur Pressemitteilung auf Deutsch gelangen Sie hier.
(Quelle DIHK 12.3.2021, Alena Kühlein)

Wenn IHK-Beratung auch Überzeugungsarbeit ist!

Über Umwege gelangte die Information des kostenfreien (mittlerweile eingestellten) IHK-Digitalisierungsbarometers an Alexander Butsch. Er ließ den Onlinetest zur Bestimmung des digitalen Entwicklungsstands in seinem Haus von mehreren leitenden Mitarbeitenden machen. Danach nutzte er auch die Möglichkeit der optionalen persönlichen Beratung mit dem IHK-Referenten Digitale Geschäftsprozesse.
Artikel Bannerbild IHK Beratung
Emmanuel Beule erinnert sich noch gut an seine erste Frage beim damaligen Treffen: „Glauben Sie, dass die IHK Digitalisierungsberatung kann?“ Die Antwort von Butsch war ebenso kurz wie eindeutig: „Nein.“
Im Laufe des Gesprächs überzeugte Beule den Geschäftsführer des Unternehmens mit rund 180 Mitarbeitenden am Standort in Umkirch und knapp 280 Mitarbeitenden europaweit dann jedoch, dass er falsch liegt. Und dem ersten Termin des IHK-Referenten bei Kramer folgten zwei weitere. „Jedes Gespräch mit Herrn Beule hat zu gewissen Anstößen geführt“, sagt Julian Woelki, Lean Manager. Marc Schmidt, Leiter Marketing bei Kramer, nickt zustimmend. „Der Austausch mit so einem externen Sparringspartner ist wichtig, auch um herauszufinden, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Die Digitalisierung hat so viele Facetten, da ist dieser Input sehr wertvoll für uns.“
Positiv überrascht waren Woelki und Schmidt auch von der Tatsache, dass ihr Unternehmen in Sachen Digitalisierung im Vergleich zu anderen in der Region doch gar nicht so weit hinten liegt wie vermutet. Woelki: „Das war eine große Überraschung.“ Der IHK-Referent hat hier einen guten Überblick, hat er doch schon viele Betriebe im Kammerbezirk besucht. „Die Betriebe nehmen nur die öffentlich präsentierten, gut aufbereiteten Best Cases und Leuchtturmprojekte wahr. Die vermitteln natürlich schnell den Eindruck, man selbst sei hinterher, obwohl das wie hier bei Kramer nicht immer der Fall ist.“
Und es gibt noch mehr Lob von Beule: „Herr Butsch und die Führung bei Kramer haben erkannt, wie wichtig es ist, offen über die Probleme und Herausforderungen der Digitalisierung zu sprechen – und zwar auf Managementebene. Und das ist gut so, sind die wahren unternehmerischen Wertschöpfungspotenziale doch Führungssache.“ Diese Einsicht gibt es nach Meinung des Digitalisierungsexperten nicht in vielen Unternehmen.
Damit die Digitalisierungsideen von der Managementebene in die Organisation kommen, sind bei Kramer Mitarbeitende wie Julian Woelki und Marc Schmidt im Einsatz, sozusagen als Schnittstellen. Hinzu kommt das Wissen von außen. Für den Lean Manager und den Marketingleiter steht jedenfalls fest, dass sie den Austausch mit Emmanuel Beule weiter fortsetzen werden. Schmidt: „Die IHK ist für uns ein vertrauenswürdiger Partner. Und wir besitzen auch nicht immer die aktuellen Informationen, da braucht es diese Beratung.“ Viele Unternehmen, so die Erfahrung des Marketingleiters, würden aus Angst davor, ihr Unwissen preiszugeben, davor zurückschrecken, sich Hilfe von außen zu holen. „Das ist bei Kramer zum Glück anders“, ist Schmidt froh.
„Diese Einstellung ist so wichtig“, sagt auch Beule und erinnert sich an eine andere Erfahrung. „Kürzlich wurde ich gefragt, ob die Digitalisierung demnächst nicht abgeschlossen sei.“ Nach einem Lachen in der Runde führt der IHK-Referent aus: „Das Gegenteil ist der Fall. Digitalisierung ist eben kein Produkt, sondern ein ganzheitliches Konzept. Die Frage sollte daher lauten, wer für eine Maßnahme verantwortlich ist und wer den unternehmerischen Gesamtüberblick hat. Für mich eindeutig die Unternehmensleitung.“ Ganz wichtig sind ihm außerdem die Rahmenbedingungen seiner Arbeit in den Mitgliedsunternehmen: „Entscheidungen müssen die Betriebe selbst treffen. Ich kann sie nur beraten.“
Foto: Natalie Butz für die IHK Südlicher Oberrhein, von links: Alexander Butsch, Marc Schmidt und Julian Woelki von Kramer mit Emmanuel Beule von der IHK Südlicher Oberrhein.
(Text: Natalie Butz, Stand 1.4.2021; Update 4.2.2025)